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Liebe Gemeinde,
die
Bibel
ist ein unbequemes Buch. In Bezug auf die Erhaltung bestehender
Gesellschaftsordnungen erscheint es geradezu gefährlich. Die Schrifttexte in
den Gottesdiensten an diesen Wochenende berichten davon: Da soll, wie Paulus
an Philemon schreibt, ein Sklave wie ein Bruder aufgenommen und behandelt
werden. Da werden, wie das Evangelium berichtet, Grundwerte wie Familie und
Besitz in Frage gestellt. Denn es gibt für uns Christen eine andere
Wirklichkeit, das
Reich Gottes. Für Jesus ist das
Anbrechen der Herrschaft Gottes wirklicher als das was die Menschen als
Wirklichkeit bezeichnen:
Hungrige werden
satt, Feinde versöhnen sich, unschuldig Leidende werden erlöst, Traurige
dürfen sich wieder freuen.
Daran macht Jesus die Wirklichkeit des Reiches Gottes fest.
Die Realität in der wir heute leben, in der
wir versuchen sollen das Reich Gottes lebendig werden zu lassen spricht eine
eindeutige Sprache. Sie fordert uns mit aller Kraft zum Zeugnis und zum
Handeln heraus.
Wochenlange Regenfälle haben große Teile
Pakistans unter Wasser gesetzt. Viele Millionen Menschen sind davon
betroffen. Straßen, Brücken und Häuser wurden zerstört. Dörfer und Städte
sind von der Außenwelt abgeschnitten, Trinkwasserquellen verunreinigt.
Seuchen bedrohen die Menschen, vor allem die Kinder. Unzählige sind ohne
Obdach.
Durch unsere
großzügige Spende
können wir einmal mehr ein
sichtbares Zeichen der Solidarität und Verbundenheit setzen. So kann Jesu
Vision vom Reich Gottes gerade heute sichtbar und spürbar werden.
Ihr Hans-Joachim Kahle,
Gemeindereferent

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